Die Gefundene Spiegelreflex – Part 1

Es war ein Tag wie jeder andere. Ich lief die Straße entlang und plötzlich blitzte mich etwas aus der „Zu-Verschenken-Box“ des Nachbarhauses an. Eine Kamera! Eine Analoge Spiegelreflex. Auslösen funktioniert und somit hab ich sie eingesteckt.

Zuhause stellte ich fest, dass der Spiegel wohl in der Tasche herausgefallen ist, sowie eine Feder für den Schließmechanismus der Filmkamera. Den Spiegel habe ich wieder angeklebt und auch der Schließmechanismus konnte sehr einfach zu repariert werden. Bei der Kamera handelt es sich um die Yashica TL Electro X aus dem Jahr 1968-1974. Fast schon ein richtiges Stück Geschichte also!

Besonders gut gefällt mir das Atom Symbol ⚛️ auf der Front und auf der Oberseite. In Silber, mit schwarzen Leder Elementen schaut die Kamera allgemein ziemlich schnieke aus, wie ich finde. Aber au weia, sie ist sau schwer! Mit knapp einem Kilogramm ist sie fast doppelt so schwer wie meine Mirrorless Lumix G70. Da die Kamera somit nicht immer in der Hand gehalten werden kann, habe ich mir von Polaroid so ein cooles Umhängeband gekauft. Das ist aber auch schon fast ein bisschen dünn für das Gewicht.

Ein Objektiv und eine Batterie waren leider nicht mehr dabei. Beides konnte ich mir auf eBay kaufen.

Die Linse, die ich ersteigert habe, ist eine f1.8 50mm Festbrennweite, für sagenhafte 12€! Ich hätte nie geglaubt, dass analoge Kameras und deren Zubehör so günstig sind!

Auch die Batterie, hierfür braucht es eine spezielle, war super günstig zu erwerben (ca. 3€ für zwei Stück). Was macht die Batterie? Sie ermöglicht das verstellen der Belichtungszeit. Zwei Pfeile in der Kamera zeigen an, ob es zu viel oder zu wenig Licht für ein Foto gibt. Irgendwie cool, oder?

Nun habe ich mich auf den Weg gemacht. Ich habe einfach mal den billigsten Film in die Kamera gelegt um zu testen ob die Kamera denn überhaupt tut. Ein paar Tage habe ich gebraucht. Während meines täglichen Corona Spaziergangs durch die Stadt habe ich immer schön ein paar Bilder geknippst. Viele mit der Mirrorless (die besten findet ihr bei mir auf Instagram) aber eben auch einige mit der Yashica.

Hier meine Lieblinsbilder von der Yashica:

Leider stimmt der Fokus nicht mit dem des Suchers überein. Deshalb sind die meisten Bilder etwas verschwommen. Ich schiebe das Ganze auf den von mir wieder eingeklebten Spiegel, der wegen den Kleberesten die Distanz zum Sucher verkürzte. Das ist natürlich mega ärgerlich, aber ich hoffe durch das Abkratzen des Klebers funktioniert jetzt wieder alles. Ich habe das alles auch mit einer selbstgebauten Mattscheibe getestet.

Ich habe hierfür eine Matte Folie genommen, mein Fotohändler gibt mit dieser die entwickelten Negative aus. Nun konnte ich das Bild sehen und feststellen ob sowohl der Sucher als auch das Bild scharf sind. Hoffen wir mal das Beste!

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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