[no spoilers] Tolkien – der Film über den Herr der Ringe Schöpfer

Herr der Ringe – die meisten von euch werden das Werk des Autors J.R.R. Tolkien vermutlich gelesen haben – alle haben aber schon von ihm gehört oder die Filme von Peter Jackson gesehen. Tolkien ist bis heute einer der bekanntesten Fantasy-Autoren und hat meiner Meinung nach durchaus einen Biographie Film verdient. Ab 20.6. wird er in die deutschen Kinos kommen.

Zunächst ist wichtig, dass Ihr den Film richtig einschätzt. Es handelt sich nicht um einen Phantasy Film und am Ende wird kein Ring ins Feuer geworfen. Viel mehr ist der Film eine Liebesgeschichte, ein Film über Kunst, ein Film über Kameradschaft und stellenweise ein Kriegsfilm. Es ist wichtig, dass Ihr Herr der Ringe kennt, ansonsten wird der Film wie ein 0815 Liebesdrama auf euch wirken. Es sind die Details die ich an diesem Film schätze.

Zunächst steht vor allem die Sprache im Vordergrund. Tolkien, gespielt von Nicholas Hoult, ist schon in jungen Jahren begeistertert von Sprachen und erfindet sogar eine selbst. Er hat großes Talent und mit seinen drei Freunden gründet er eine kleine Bruderschaft die sich zur Aufgabe macht die Welt zu verändern. Immer wieder entdeckt man Hinweise auf die Bücher, die Tolkien später schreiben wird. Durch Gespräche mit Freunden und Professoren wird sein Talent untermauert und dem Zuschauer wird klar mit was für einer Begeisterung er für seine Leidenschaft, den Wörtern, lebt.

Die Musik und die Szenenbilder sind stark und auch hier können Parallelen entdeckt werden zu Peter Jacksons Filmen mit Howard Shores Musik. Toll!

Die Geschichte ist leider wenig spektakulär. Sie ist weder krass kompliziert noch besitzt sie unerwartete Wendungen oder eine tiefere Botschaft. Durch die zwei parallel verlaufenden Handlungsstränge versucht der Film etwas Komplexität zu kreieren, ich denke das tut dem Film auch gut. Man kann die Figuren alle gut nachvollziehen und sie sind auch wirklich interessant gestaltet. Besonders der Hauptdarsteller spielt Tolkien wirklich gut und man kann sich gut in seine Rolle hineinversetzen. Man bekommt ein gutes Gefühl wie das Meisterwerk „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ in ihm heranwächst. Um Professor Wright, Tolkiens damaliger Professor zu zitieren: „it’s not copied, it’s influenced“. Dieser Satz mit seiner Bedeutung ziehen sich durch Tolkiens Leben und den Film.

Um zusammenzufassen: der Film ist sicher kein Meisterwerk, der einen vom Hocker Haut. Er hat nicht den Anspruch aus den bestehenden Werken etwas neues episches zu schaffen. Der Film will die Fans ansprechen, er will dabei aber nicht zu sehr in die Tiefe gehen und so grenzt sich er sich auch ab. ‚Tolkien‘ schafft es gut zu Unterhalten und alles in allem ist er wirklich eine Runde Sache.

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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