[no spoilers] Gotham Staffel 1-3 Review

Gotham, die Stadt von Bruce Wayne aka Batman und all seinen Mitstreitern und den Schurken. Die wohl berüchtigste Stadt des Comic Verlages DC hat bereits seit 2014 eine Serie über den bekannten Polizisten James Gordon. Einige Jahre bevor es Batman gibt und viele Bösewichte entstehen und ihre ersten üblen Taten begehen. Ich bin nun bei Staffel 3 angelangt und habe eine durchwachsene Meinung. Ihr könnt gerne weiterlesen wenn ihr die Serie noch nicht geschaut habt, ich werde nichts spoilern.

Ein Superheld hat meistens Superkräfte. Das finde ich okey! Ich mag das Konzept von übermenschlichen Fähigkeiten die sich für das gute einsetzen. Ich hätte trotzdem gerne, dass einem Helden realistische Grenzen gesetzt werden. Viele Superhelden erfüllen diese Ansprüche. Bei Schurken beziehungsweise sogenannten Supervillains habe ich da schon ganz andere Ansprüche. Am liebsten habe ich sie wenn sie es schaffen ohne zusätzliche Fähigkeiten die Helden auf die Probe zu stellen. Sie sollen am besten einen genialen Verstand haben und durch ihren Wahnsinn die Welt gefährden. So das man am besten denkt: shit, das könnte tatsächlich ein verrückter Dude in der echten Welt sein. Deshalb mag ich die Schurken in der Stadt Gotham so sehr. Egal ob der Joker, der Pinguin oder der Riddler. Alle drei sind einigermaßen verwundbar und zeichnen sich durch ihren Verstand aus. Total cool eine Serie über all diese Schurken zu haben!

Jim Gordon ist langweilig. Er besitzt eine Moral und lässt sich von niemandem von seinen Zielen abbringen. Er ist der klassische Held, ähnlich wie Captain America, allerdings ohne Superkräfte. In seinen jungen Jahren steckt er voller Tatendrang und will die Stadt Gotham von allen Übel befreien. Doch er merkt schnell, dass das ein schwieriges Unterfangen wird.

Ich sag’s jetzt einfach wie es ist: die erste Staffel fand ich super, die zweite nicht so, die dritte finde ich wieder toll. An was das liegt? An den Schurken! Ganz einfach! Ich mag es wenn ich sie kenne und einschätzen kann. Wenn man schon eine gewisse Vorstellung hat wie die Bösewichte später gegen den Fledermausmann kämpfen und sie deshalb einen gewissen Freifahrtschein haben, sie können ja noch nicht sterben bevor es Batman überhaupt gibt. Die erste Staffel von Gotham ist so gut. Man hat Origin Stories von Bösewichten in fast jeder Folge und man hat einfach nicht so ganz das Gefühl, dass man sich in einer billigen TV-Produktion wie bei Arrow und co befindet. Die Cliffhanger sind okey, dafür hat die Rahmenhandlung eine größere Bedeutung. Das ändert sich leider in Staffel 2. Gefühlt gibt es eben eine große Rahmenhandlung die super simpel und zielstrebig ist und jede Folge ist für sich abgeschlossen. Man kann sie gut ohne den Zusammenhang zu kennen im Fernsehen schauen. Am Ende noch ein Cliffhanger das man die nächste einschaltet aber das Konzept kennt man ja von jeder billo Serie. In Staffel 3 fängt sich das ganze meiner Meinung nach wieder. Hier wird zwar das bekannte „Previously on Gotham…“ am Anfang eingeführt, doch so findet man ein gesundes Mittelmaß zwischen TV-Produktion und guter Netflix binge Serie mit gut verwobender Rahmenhandlung. Außerdem kommen in Staffel 3 ein paar ziemlich gewagte, meiner Meinung nach aber gelungene, Konzepte für Handlungen zwischen Verbündeten zum Vorschein.

Alles in allem kann man Gotham gut als Daily-Serie schauen, als DC-Fan sowieso, eine super duper gute Produktion darf man aber nicht erwarten. Dafür ist sie zu leicht verdaulich und auch zu einfach gestrickt. Ich werde dennoch am Ball bleiben und bin vor allem nach den Plakaten zu Staffel 5 gespannt wie alles weitergeht! Staffel 4 ist ja auch schon auf Netflix und wird dann die Tage angefangen!

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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