Lomography Konstruktor DIY im Test

Vor ein paar Tagen habe ich die Spiegelreflex Kamera von Lomography aufgebaut. Das hat mir viel Spaß gemacht und war sehr interessant! Nun musste die Kamera aber natürlich getestet werden. Alles dazu findet ihr jetzt hier.

Disclaimer: Vielen Dank an Lomography fürs zur Verfügung stellen der Konstruktor Kamera. Das hat natürlich keinen Einfluss auf meine Meinung.

Hintergrund

Lomography ist eine Firma mit Sitz in Wien. Sie wurde in den 90ern gegründet und stellt Kameras zur Lomographie her. Lomographie? Setzt sich aus zwei Worten zusammen Lomo, abgeleitet vom Kamera Modell Lomo LC-A und Fotographie. Die Gründer waren damals begeistert von den ungewollten Effekten, die die Lomo LC-A hatte wie eine starke Vignettierung und Unschärfe. Die Firma schreibt es sich, seit der Gründung, auf die Fahne Kameras aus Plastik herzustellen, die solche Effekte aufweisen. Als Leitfaden wurden sogar die 10 Regeln der Lomografie veröffentlicht. Inhaltlich handeln die Hautsächlich davon, dass es keine Regeln gibt. Ausprobieren und drauf losfotografieren – jeder kann zum Künstler werden! An sich doch ein interessantes Konzept oder?

Test

Auch die DIY Spiegelreflexkamera soll zur Lomografie geeignet sein. Ihr Anspruch ist es nicht, qualitativ Hochwertige Bilder zu schießen, sondern durch Spaß und Zufall Kunstwerke zu schaffen. Nur ein Schelm würde denken, das ist perfektes Marketing. Aber Spaß macht bisher alles. Die Mechanik läuft und sie macht das was ich will. Auch wenn die Kamera nicht gerade aus Hochwertigem Plastik besteht, man kann sie gut halten, sie ist schön dekoriert und deshalb hab ich sie gern bei mir. Das Hochklappen des Spiegels spannt den Auslöser und aktiviert den Sucher. Nun kann ein Foto gemacht werden. Die Druckpunkte und Wiederstände der Knöpfe und Hebel fühlen sich tatsächlich gut an. Auch das Geräusch beim auslösen ist sehr nice. Auch das Weiterdrehen des Films funktioniert gut. Hier fällt einem dann allerdings auch auf – die Zählscheibe ist sehr unzuverlässig und lässt sich einfach frei drehen. Die zwei Noppen auf der Unterseite helfen allerdings aus und somit kann man schon grob wissen, wie viele Bilder noch gemacht werden können.

Das Einlegen des Films war für mich – als Analog Neuling – zunächst etwas verwirrend, dann aber doch machbar. Auch hier fällt einem auf wie gut durchdacht die Konstruktor Kamera ist. Hat man den Film eingespannt schließt man die Klappe und dreht den Film zwei mal weiter. Man dreht also so lange es geht, dann macht man ein Foto und dreht dann wieder weiter bis es nicht mehr geht.

Die Einstellungen, die man an der Kamera vornehmen kann sind, Lomography typisch, beschränkt. Weder die Belichtungszeit noch die Blende kann eingestellt werden. Allerdings gibt es einen kleinen Schalter, welcher zwischen einer Belichtungszeit von 1/80s zu einer Steuerbaren Belichtungszeit (Burst-Modus) wechseln lässt. Hierbei wird der Film solange belichtet, wie man den Auslöser gedrückt hält. Auch der Fokus kann eingestellt werden. Durch den eingebauten Sucher kann auch festgestellt werden, ob das anvisierte Objekt scharf ist oder nicht. Klappt man die kleine Linse am Sucher hoch, kann man sein Auge direkt an den Sucher halten und man sieht das Bild am besten. Das hab ich am Anfang nicht gecheckt, ich hab irgendwie versucht aus 20cm zu erkennen ob das Objekt scharf ist oder nicht. Aber ja, jetzt da ich das weiß, macht das Fotografieren noch mehr Spaß. Der Sucher hat so eine schöne Körnung und ich wünsche mir meistens, dass die Bilder einfach genau so rauskommen, wie ich sie durch den Sucher sehe. Mal schauen!

Ein bisschen Hilfe hatte ich bei meinem kleinen Foto-Walk

Bis hierhin hatte ich unglaublich viel Spaß mit der Kamera. Ganz ehrlich – selbst ohne Film macht es Spaß zu Fotografieren. Hebel umlegen,Drücken, Kurbeln, zwischen durch den Blick durch den Sucher genießen. Toll!

Resultate

Trotz allem geht es beim Fotografieren natürlich nicht nur um das Erlebnis an sich. Denn der Aufwand den man betreibt sollte sich ja auch lohnen. Am Ende sollen Fotografien herauskommen. Ich habe alle Ergebnisse innerhalb von drei Tagen geknipst. Zunächst meine Auswahl meiner Favoriten:

Die Bilder sind nicht perfekt, doch jedes dieser Bilder lässt sich meiner Meinung nach durchaus sehen oder? Besonders gut gefällt mir das Hochspannungszeichen und die Gelateria-Fassade. Nun kann man mit analogen Kameras auch schön und einfach doppelte Belichtungen erzeugen. Einfach den Film nicht weiterdrehen und nochmal auslösen. Manchmal mit Absicht, manchmal ohne.

Cool oder? Meine Favoriten sind hier das Gebäude und der Baum und der Schuh und mein Gesicht. Nun könnt ihr euch nochmals alle Bilder anschauen die ich geknipst hab:

Natürlich sind die Bilder oft verrauscht, manchmal unscharf, einfach nicht genau wie man sie gern vielleicht hätte. Dennoch finde ich vor allem als gesamte Komposition gut. Ehrlich gesagt bin ich doch etwas beeindruckt wie cool der Look ist. Ich hätte eher erwartet, dass man einen Billo-Insta Filter Eindruck bekommt aber dem ist ganz und gar nicht so. Ich bin gespannt, was sich für Schnappschüsse bewerkstelligen lassen mit ein wenig Übung!

Fazit

Für einen Preis von 40€ hat man Spaß, bekommt coole Resultate und einen interessanten Einstieg in die analoge Welt. Ich kann die Kamera definitiv empfehlen!

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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