[no spoilers] Green Book – Review

In den 60er Jahren fährt ein Schwarzer Pianist durch die Südstaaten von Amerika. Begleitet wird er von seinem Fahrer Tony Vallelonga, der Probleme stets auf seine Art löst. Ein sehr schöner Film der sich mit Rassismus und Vorurteilen beschäftigt.

Seit Ende Januar ist der Film „Green Book – eine Besondere Freundschaft“ in den deutschen Kinos. Mit 131 Minuten ist er nicht kurz doch die Zeit ist nicht verschwendet.
Der Film ist für 5 Oscars nominiert und das, meiner Meinung nach, auch zurecht. Zwei Männer, verschiedener könnten sie nicht sein, begeben sich auf eine lange Fahrt durch die Südstaaten in denen die Diskriminierung Schwarzer noch deutlich an der Tagesordnung steht. Andere Hotels und andere Toiletten sind nur ein paar Facetten wie sich diese Diskriminierung zeigt. Dr. Sherley, besagter Pianist, wird von Mahershala Ali (bekannt als Remy Danton aus House of Cards) gespielt. Ich finde es toll wie die Charaktere nachvollziehbar handeln und ihre Gedanken gut zum Ausdruck bringen. Somit kommen Konversationen zu Stande die einen mit Humor zum Nachdenken anregen. Oft werden Themen leider nur kurz angeschnitten und Konflikte werden irgendwie zu schnell abgearbeitet. Die Geschichte, die tatsächlichen Ereignissen nachempfunden wurde, bildet ein nicht kompliziertes und Strukturiertes Werk. Das Merkmal liegt eher auf der Message als auf einem krassen Plot. Dennoch kann der Film einige Spannung aufbauen und sehr gut unterhalten.

Die Szenenbilder sind wunderschön. Das liegt vor allem auch an dem Auto in türkis, welches häufig im Vordergrund steht, aber auch am Kleidungsstil der Leute und auch an den Kameraeinstellungen. Ist eben auch alles wieder mega in – vor allem die Anzüge von Mr. Sherley sind halt mega!

Mir hat der Film sehr gut gefallen! Nicht nur wegen dem ganzen Retro-Stil sondern gerade auch wegen den sympathischen Charakteren und ihren Entwicklungen im Laufe des Films. Der Sohn des italienischen Protagonisten Tony Lip, Nick Vallelonga, hat den Film übrigens Mitproduziert und das Drehbuch geschrieben. Frank Vallelonga, Tonys Sohn, übernimmt die Rolle von Tonys Bruder Rudy, Tonys tatsächlicher Bruder spielt im Film Tonys und Rudys Vater. So ein bisschen kompliziert oder?

Besonders witzig für alle die den Film gesehen haben: Tony Lip hat ein Buch namens „Shut up and Eat“ heraus gebracht. Nur so als Nebeninfo.

Also um zusammenzufassen: absolut sehenswert, geht gerne rein!

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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