[no spoilers] Alita – Battle Angel

Das neue Filmspektakel von James Cameron handelt von dem großaugigen Cyborg Alita. Viel Action ist garantiert, doch wie schlägt sich der Film sonst?

Zunächst haben mich bei dem Film hauptsächlich die Schauspieler und der Regisseur gecatched. Christoph Waltz, Mahershala Ali (Remy Danton aus House of Cards oder aus Green Book), Ed Skrein (Francis aus Deadpool) und James Cameron, der Regisseur von Avatar, Titanic, Alien und Terminator. Der Titel klang, finde ich, wie ein sehr generischer beziehungsweise schlechter Actionstreifen. Generisch? Das ist der Film sicher nicht! Ich hab noch nie so packende Action gesehen. Normalerweise sitzte ich da und denke mir, ah cool, zwei Charaktere und sie kämpfen. Hier? Einfach krass. Erster Kommentar nach dem Film war: wie lange die Computer denn daran gerechnet haben. Wirklich krasse Effekte. Auch Alita ist wahnsinnig gut animiert. Ihre Augen sind groß, ja. Manche stören sich daran. Ich finde ihre Zähne beim Lachen irgendwie störender. Auch die anderen (halb-) animierten Charaktere sind sehr cool gemacht und konnten mich überzeugen. Was ich auch gut finde: die Szenen des Trailers sind in gefühlt 10 Minuten komplett abgearbeitet und man weiß nicht mehr was auf den Zuschauer zukommt. Genau das ist aber auch das Problem des Films. Man weiß nicht was passieren wird. Man weiß nicht, was die Charaktere vor haben, welche Ziele sie haben. Der Film erzählt zu viele Geschichten und hat zu viele Detail. Dabei verliert er den roten Faden. Am Ende bleibt der Zuschauer etwas ratlos. Was war das motivierende Ziel des Films? Als einzelner Film kann er so sicher nicht stehen bleiben. Auf der anderen Seite hat diese Detailverliebtheit auch etwas Gutes. Es gibt viele Dinge, die im Kontext der ganzen Story unwichtig erscheinen aber bei denen man dann losfantasieren kann. Er legt den Grundstein für weitere Alita Filme, Spin-Offs und mehr. Yeah, noch ein Fandom! Nur ob mich das in Zukunft so überzeugen kann? Ich bin mir nicht sicher. Dazu ist die Welt irgendwie zu unoriginiell. Zu Beginn erinnert der Film an Mad Max, später dann an Tribute von Panem, zwischendurch immer wieder an Terminator und Star Wars.

Vorher hat mein Kumpel zu mir gesagt: „Ich habe gelesen, der Film lohnt sich wenn dann im Kino“. Dem kann ich hundertprozentig zustimmen. Im Kino haut einen der Film schon irgendwie um. Daheim auf einem kleinen Fernseher verliert der Film vermutlich einfach alles, was auf den James Cameron, den wir kennen, hindeutet.

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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