Anki Cozmo – Digitales Haustier?

Disclaimer: der Cozmo wurde mir von Anki  für einen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Der Anki Cozmo ist ein süßer kleiner Roboter, der in erster Linie zur Bespaßung dienen soll. Ich habe ihn mir jetzt für einige Wochen angeschaut und mit ihm gespielt. Doch was macht ihn so besonders?

Anschalten, in seine Ladestation setzen und mit dem Handy verbinden. Nun ist der Cozmo bereit gemeinsam mit dir die Welt zu entdecken und viel Spaß zu haben. Der Zweck von Cozmo? Schlicht und ergreifend Spaß. Er kann nichts nützliches, macht dir nicht die Wäsche versorgt dich nicht mit nützlichen Infos. Er hat einfach nur seinen eigenen Kopf und will mit dir spielen und soll dich bei Laune halten. Dabei hat er neben einem Tamagotchi-ähnlichen Verlangen nach Nahrung auch noch einige andere Modi.

Spiele

In der Anki Cozmo App, die während der Benutzung des Cozmo immer verbunden sein muss, kann man zwischen vielen verschiedenen Spielen wählen. Teilweise müssen die erst freigeschaltet werden, aber jedes Spiel kostet erstmal Sparks. Sparks sind die Währung die man erhält während man mit dem Cozmo spielt.

Der Cozmo und die drei mitgelieferten Cubes

Füttern

Ähnlich wie ein Tamagotchi muss man sich intensiv um die Pflege des kleinen Freundes kümmern. Verbindet man Smartphone und Cozmo und startet die App wird dem User angezeigt was Cozmo gerne hätte. Eine Kalibration? Ein Snack vielleicht? Super lustig finde ich die Fütterung. Hierbei wählt man den entsprechenden Modus aus und kann nun einen der Würfel schütteln. Dieser lädt sich dann mit Energie bzw. mit Nahrung und der kleine Roboter fängt anschließend an zum Würfel zu fahren. Dieser wird dann ausgesaugt und Cozmo macht zufriedene Geräusche. Besonders die Animationen hierbei sind wirklich knuffig!

Lieblingsmodus

Mein Lieblingsmodus ist definitiv das „Freie Spiel“. Hierbei kann der Roboter von Anki komplett frei gesteuert werden. Gas geben kann man mit einem auf dem Handy-Bildschirm eingeblendeten Hebel, gelenkt wird durch neigen des Smartphones. Besonders cool? Man sieht die Welt durch Cozmos Augen. So kann unser kleiner Roboter auch eingesetzt werden um unters Bett zu fahren und zu schauen was sich dort so über die Jahre angesammelt hat. Er erkennt die Würfel und man kann direkt Aktionen wie „aufheben“ oder „rollen“ auswählen. Die Würfel zu rollen führt Cozmo stets zuverlässig und ohne Probleme aus. Beim aufheben hat er allerdings manchmal Probleme. Er fährt vor den Würfel bis er ihn berührt und fährt dann seinen Greifer nach oben. Allerdings steht Cozmo oft nicht genau an der Stelle an der er sollte. Manuell bekommt man das aber Recht einfach hin und kann so auch ganz einfach die Würfel stapeln.

Kritik

Der Roboter sollte intelligente Aktionen vollführen und Dinge selbstständig erledigen. Das tut er auch, aber leider nur mit der Verbindung mit Smartphone. Heißt konkret: schließe ich die App von meinem Smartphone bleibt der Cozmo stehen und reagiert nicht mehr.

Der Anki Cozmo ist ein Spielzeug. Er hat keinen Nutzen und kann wirklich nur bespaßen. Das finde ich irgendwie fast schade. Er hat so viele Sensoren und kann ja auch ein WLAN Netz aufbauen. Cool fände ich, würde sich der Cozmo irgendwie ins Smart Home integrieren und z.b. als Bewegungsmelder oder ähnliches agieren können. Wie cool wäre es, wenn man ihn über IFTTT verbinden könnte und das Licht gesteuert werden kann, wenn er eine Bewegung erkennt?

Ein Nachfolger des Cozmo wurde inzwischen präsentiert. Hier wurde Versucht genau so ein sinnvolles Feature einzubauen. Der Anki Vector, so sein Name, ist nämlich Alexa fähig. Mehr zum Anki Vector könnt ihr hier nachlesen.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich den Anki Cozmo süß finde, er fasziniert mich und kann mich durchaus auch unterhalten. Ich würde definitiv nicht soweit gehen ihn als „Haustier-Ersatz“ zu bezeichnen, dennoch wirkt er dich erstaunlich lebendig. Für knapp 180€ wäre mir der Spaß aber einfach zu teuer.

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken und ähnliches. Wenn ich nicht hier blogge, dann bei thedroidgeeks.de, ansonsten studiere ich "Technische Kybernetik" (Gesundheit! Was?).

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