Lomography Konstruktor: SLR zusammengebaut

Vor kurzem baute ich eine TLR nach Vorbild der Rolleiflex zusammen und war begeistert von der Technik! Nun hat Lomography mir die Möglichkeit gegeben, die Lomography Konstruktor Kamera zu bauen und zu testen. In diesem Beitrag schreibe ich über meinen Zusammenbau.

Disclaimer: Vielen Dank an Lomography fürs zur Verfügung stellen des Produkts.

Verpackung und Lieferinhalt

Die Konstruktor Kamera kommt in einem kleinen bedruckten Karton. Meiner war leider ein klein wenig eingedellt vom Transport, dennoch mag ich das Blau und die Kartonfarbe in Kombination.

Die Verpackung lässt sich aus der Mitte heraus aufklappen. Nun werden einem die Einzelteile der Kamera präsentiert. Denn ja, diese Kamera muss noch zusammengebaut werden. In der Mitte sitzen die großen Teile. Der Kamera Body, die Spiegelkonstruktion und die Rückseite.

An den Seiten befinden sich die Plastikteile zum herausbrechen. Zahnräder, Hebel, verschiedene Abdeckungen. Alles aus dem gleichen Plastik gegossen. In den zwei kleinen Boxen befinden sich dann noch Schrauben, Federn und kleine Plastikteile. Auch ein Schraubenzieher wird mitgeliefert! Man braucht zum zusammensetzen kein extra Werkzeug und ist direkt bereit loszulegen.

How to build your Konstruktor camera

Unter dieser Überschrift beginnt dann das spaßige Abenteuer. Die Anleitung ist auf allen möglichen Sprachen. Englisch, Deutsch und viele weitere. Das macht die Anleitung an manchen Stellen etwas unübersichtlich, die Zeichnungen sind meistens aber sowieso wichtiger als der Text. Erklärt werden nur wirklich wichtige Sachen. Einzelne Bauabschnitte werden einfach durch Zeichnungen ähnlich wie bei einer Lego-Anleitung dargestellt. Direkt beim ersten Schritt machte ich ein Fehler. Ich habe dir falsche Schraube benutzt! Ganz hinten befindet sich zum Glück sind Übersicht mit allen Teilen. Hier wird auch direkt klar, welche Schraube immer gemeint ist. Wenn man organisiert vorgeht, kann man eigentlich nichts falsch machen.

Das Objektiv ist eine 50mm f10 Festbrennweite

Begonnen wird beim Objektiv. Hier wird die Halterung mit dem Mechanismus, welcher die Linse vor und zurück schiebt zusammengesetzt. Dann werden die klappen des Suchers auf die Halterung gesteckt. Die ersten zwei Teile sind nun fertig!

Alle Teile sind in der Anleitung übrigens mit einem Buchstaben und einer Zahl versehen. Alle Teile mit A befinden sich auf dem einen Plastikgitter, alle mit P auf dem anderen. Die Teile mit B befinden sich in der Packung. Man erkennt somit sehr gut welches Teil an der Reihe ist. Macht sehr viel Spaß!

Als nächstes kommt schon der Zählmechanismus zum weiterdrehen des Films. Aus einigen Zahnrädern und Federn kann der Film soweit weitergedreht werden, bis ein Bild weitergedreht wurde. Dann hängt sich ein Hebel in ein anderes Zahnrad um das Drehen zu verhindern. Wenn ein Bild gemacht wurde kann der Film weitergedreht werden.

Die Kamerafrontseite bekommt nun den Auslösemechanismus. Hierfür wird eine Feder, so groß wie ein Stecknadelkopf, platziert. Das wär dann doch gar nicht so leicht, nach einigen Mühen konnte man sie aber doch einhängen.

Zusätzlich kann man nun an der Front zwischen N und B wechseln. Der Modus N resultiert in einer Belichtungszeit von 1/80s. B steht für Burst und lässt den Film so lange belichtet, wie der Auslöser gedrückt ist. Nun wird die Front, der Spiegelmechanismus und der Body vereint. Jetzt schaut das ganze schon ziemlich nach Kamera aus oder?

Ich kann mich nicht so Recht entscheiden, wie ich finde, dass der Spiegelmechanismus bereits zusammengebaut war. Auf der einen Seite sind hier einige empfindliche Teile und Federn drin, auf der anderen Seite bildet dieses Teil aber auch das Herz der Kamera. Für die wirklich stark interessierten gibt es auch eine Anleitung wie dieser zusammengesetzt wird. Also kann man diesen wohl auch ohne Probleme auseinander nehmen. Das habe ich mich allerdings nicht getraut.

Unten in die Kamera wird noch das Stativgewinde eingebaut. Dann kommt die Rückseite drauf und eigentlich ist die Kamera nach Einsetzen des Suchers und Festdrehen des Objektivs fertig.

Bevor ich den Film einlege kann man die Konstruktor aber jetzt noch dekorieren. Einige Aufkleber sind dabei. Außerdem kann man ein paar Flächen mit einer Lederoptik bestücken. Das „Leder“ ist in rot, schwarz und weiß dabei. Ich habe mich vorerst für die weiße Variante entschieden, es sollte aber auch kein Problem sein, die Aufkleber zu tauschen.

Ein Film muss natürlich noch zusätzlich gekauft werden. Ich habe mich für den Kodak ColorPlus mit einer ISO von 200 entschieden. Bin gespannt wie das alles wird!

Funktion

Zunächst muss der Film eingelegt werden. Die Filmrolle wird dabei einfach ins linke Fach gelegt, während der Drehknopf gezogen ist. Nun muss er vorsichtig gedreht werden um mit dem Film einzurasten. Nun wird der Film nach rechts gezogen und muss an der Rolle eingehakt werden. Hier fällt mir auf: alles funktioniert erstaunlich gut und man merkt in keiner Weise, dass die Kamera selbst zusammengesetzt ist.

Wie auch schon bei der TLR wirft das Objektiv das Licht auf eine Mattscheibe. Die SLR (Single-Lense Reflex) hat allerdings nur eine Linse. Der Spiegel kann erst durch einen kleinen Hebel an der Vorderseite gespannt werden. Nun wird die Komposition sichtbar wie unten gezeigt. Betätigt man nun den Auslösemechanismus, klappt der Spiegel weg und wir sehen kein Bild mehr. Allerdings haben wir dann ja auch schon das Bild gemacht.

Nachdem das Bild gemacht wurde, kann der Film weitergedreht werden. Dreht man ihn nicht weiter (ist mir natürlich auch direkt passiert) wird der Film zwei doppelt belichtet. Der Zähler sollte nun anzeigen wie viele Bilder noch gemacht werden können. Allerdings lässt sich diese Scheibe unabhängig vom Mechanismus auch relativ einfach weiterdrehen.

Vorläufiges Fazit

Bis hierhin wirkt alles qualitativ sehr in Ordnung. Die Teile haben stets zusammengepasst und es war immer klar was zu tun ist. Keiner der Schritte war zu schwer. Dennoch musste man viel Zusammenbauen und der Spaß dauerte tatsächlich fast 2h. Und es hat wirklich viel Spaß gemacht! Von der Schwierigkeit würde ich den Bau irgendwo zwischen Lego und Ikea einordnen. Solange man keine kleinen Schrauben verliert kann man eigentlich fast nichts kaputt machen. Jetzt freue ich mich darauf die Kamera in der freien Wildbahn zu testen und werde meine Ergebnisse dann in den nächsten Tagen auch hier veröffentlichen.

Johannes

Hypes sind voll mein Ding. Darunter war schon Diverses wie Donuts, Star Wars, Pokémon, bunte Socken, Space, die 80er und ähnliches. andjojo.de ist mein Blog deshalb werdet ihr hier auch diverse Themen finden.

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